Sprachtot – Warum noch ein Mixtape? – Aus Freunden werden Feinde (Unterdrukk/Groove Attack)
Sprachtot ist Mannheims Nummer 1 und stetig dabei, Mannheim einen Platz auf der deutschen Rap-Landkarte zu verschaffen. So reiht er am 5. Mai 2006 in den allgemeinen Mixtape-Wahn sein fünftes offizielles Release über Unterdrukk Music ein. Auf ein imposantes, von Plattenpapzt produziertes Intro folgen 18 neue Tracks und zwei Bonus-Tracks der EP "Warum nur Promo" aus dem vergangenen Jahr.
Zunächste festigt Sprachtot seinen Ruf als Battle-MC und bedient sogar ein paar Klischees (... spare Deine Munition // oder willst Du, dass ich Dich an Deinen Ohren aus der Uni hol...
). Insgesamt dann macht es jedoch Spaß ihm zuzuhören; Flow und Stimme unterstützen es. Kurz bevor erste Langeweile aufkommt, überrascht Sprachtot mit abwechslgunsreicher Technik und Beat auf Track 11 "Keine Ahnung" und weiter mit dem eher spaßigen Titel "Fette Frau". Wieter geht es nun mit überwiegend deeperen Tracks. Sprachtot will zeigen, dass er mehr als nur Battlen kann und im Großen und Ganzen gelingt ihm das. Einer Hymne auf seine Heimat ("Stadtpatriot") folgen ernste, tiefgründige Titel (u. a. "Selbstmord").
Für ein Mixtape hört man überraschend wenige Features: Megaloh (Berlin), Maracus (34ers, Frankfurth/M.) und Mino (Ludwigshafen) rocken je einen Track, wobei mit Mino auf "Tagesablauf" am besten gefällt. Aber alle Features unterstützen und ergänzen Sprachtot gut und insgesamt gefällt die Auswahl und das überwiegende Fehlen von Gästen gut.
Musikalische Unterstützung gibt es neben Plattenpapzt, der neben dem Intro einen weiteren Track produziert hat, von DJ Smoove, Kaspah Hauser und anderen. Herausragend sind as Intro, "Keine Ahnung"von Rocko und andere. Auch Nummer 4 "Sonnenschein" von Kaspah Hauser gefällt sehr und enthält sogar Scratches. Und "Zum Greifen nah" produziert von Kd-Supler wäre auf dem letzten Kanye West Album auch mit durchgegangen. Jedenfalls leistet man sich keine Schwäche im Hause Unterdrukk.
Fazit: Sehr solider deutscher HipHop, keineswegs ein reines Battle-Album! Aufgrund der Musik auch als Einstieg geeignet für solche Hörer, die immer noch überwiegend englischen/amerikanischen HipHop hören. Mindestens intensiv reinhören!
See – Salut fr Berlin (2005 Teroa Label)
See von der Kritischen Disstanz aus Berlin hat ein Soloalbum auf dem Teroalabel gedroppt. In der Vergangenheit waren die Releases vom kleinen aber feinem Label von hoher Qualitt geprägt. Die CD bietet 18 Tracks und ein Video also rein damit.
Und los gehts mit dem Salut fr Berlin. Man merkt sofort hier wird es nicht zimperlich zugehen, denn es gibt gleich ein dicken Representer auf die Ohren mit einem bösen Beat. Das Level bleibt gleich hoch. Man bekommt saubere Beats und Battlerap in guter Ausführung geboten. Aufgelockert wird das Album von vielen Feature Acts (unter anderem Esko, Kdt, RIDone uvm.). Der Flow ist solide und Sees Stimme geht gut ins Ohr. Es gibt zwar wenig Abwechslung vom Battlen und Representen, auch wenn er sich in manchen Tracks sich selbst und seinen Problem widmet, doch das Album profitiert eher von den guten Beats, sodass trotzdem keine Langweile aufkommt.
Hier haben wir eine gute Platte aus Berlin mehr in den Läden, die sicherlich einige Freunde finden wird und dem erwarteten Qualitätsstandard auf jeden Fall gerecht wird.
www.teroalabel.de.
Se-Pimp-El
Separate – Zahltag (BuckwheatsMusic 2005)
Und da ist mal wieder was von Buckwheats in meinem EInkaufskorb gelandet. Separate vielleicht bekannt von dem ersten Liga-Album zusammen mit Pee oder auch von den Kindern des Zorns (siehe Reviews), droppt ein Soloalbum mit dem Namen Zahltag, es fasst 17 Tracks und ich bin gespannt, ob er Solo ähnlich gut ist wie auf Features und Collabo-Projekten.
Das Album geht los mit einem Intro, wie soviele Alben, aber es geht dann gleich mit einem dicken Beat weiter, auf denen ein ziemlich guter Rapper agiert. Der Headliner des Albums "Deutschlands Hustler" ist der dritte Track auf dem Album mit einem obergeilem Beat und irgendwie scheint es so als wäre Separate damit verschmolzen. Das Nivaeu dieses Tracks zu halten ist schwer und Separates Tracks sind gut, aber irgendwie ist es doch nur Representing und Battle. Das Album läuft so und man kann nicht aufhören zu nicken weil die Beats allesamt sehr straight nach vorne gehen und gefallen. Aber Separate kann nicht die ganze Zeit überzeugen, was am Anfang noch gut ist wird gegen Ende des Albums doch irgendwie eintönig.
Dennoch hat er ein gutes Soloalbum hingelegt wo man auf jeden Fall mal reinhören sollte, denn Separate beweist Talent und Skills und wir werden sicher noch viel von ihm hören, ich bin gespannt und empfehle auf jeden Fall mal in das Album reinzuhören, es ist besser als viele aktuelle Releases aus der Hauptstadt.
sepimpel
Serk – Vorgeschmack Tape (Main Theme 2005)
"Alter,wo bleibten dit neue album" Na kennt man ja, man is auf ner Jam will nur in Ruhe rappen und wird dann gefragt wann das nächste Album kommt. Da Serk diese Frage selber nich so genau zu beantworten mag, entschloss er sich für die Fans einen kleinen "Vorgeschmack" zusammenzurühren weil ein "gute Essen lange kochen muss" Zusammengetragen werden ein paar Exclusives garniert mit einigen Features und sonstigen Tracks die seit der Zeit seines erstes Solos "Serkulation" erschienen ist. Bemerkenswert an Serk ist, das er eine unglaubliche Stimme hat, er kann singen wie rappen zu gleich und hat ausserdem einen Style der momentan kein zweites mal in Deutschland zu finden ist. Na ja genug gelobhuldigt, kein Plan ob ich schon zu sehr Fan dieses Labels bin, aber ich behaupte einfach mal das Main Theme wohl das heisseste Ding derzeit in Berlin ist, wer das jetzt verpasst ärgert sich später!
FauAhBee
Sha-Karl Dis Wars (Big Bud, 2005)
Nach zwei sehr guten Untergund Tape-Veröffentlichungen kam es langsam aber sich immer näher.
Sha-Karls aka Karlos Randalos' erster, deutschlandweit vertriebener, CD-Release.
Nachdem er uns die These "Dissen is Macht" bewies und erklärte, dass er in Form des Ka(r)liber 37.5 scharf schiesst, kündigt er mit Release No. 3 "Dis Wars" an!
Was jedoch nach einer vermeintlichen Abschiedsformel klingt, ist vielleicht doch nur das Ende vom Anfang???
Das Album beginnt mit einem Track, der so klingt, als hätter er eigentlich das Outro sein sollen.
Kalle erklärt Gründe seines Rücktritts und lässt She-Raw in der Hook, stimmgewaltig erklären das nun "Time to say goodbye" ist. Was dann folgt, wirkt wie eine Rückblende in einem Film und zeichnet sich durch ein Feuerwerk an Tracks aus, wie sie seit langer Zeit nicht mehr im Westberliner Untergrund zu finden waren.
Es treffen unglaubliche smoothe Representer-Tracks ("Durch uns") auf aggressiven Battle der besten Machart ("Good vs.Evil"), gefolgt von erzählerisch hoch pointiert Story-Reimen ("Immer noch", "Groupie"). Natürlich fehlt auch die Prise Sex ("Hammer") nicht, sowie ein gut gelungener, wenn auch im Querschnitt der Platte als eher schwächer zu betrachtender, Track über die persönlichen Betreffe.
Das Album ist verdammt gut produziert, wenn auch, im Vergleich zu anderen Big-Bud Releases, etwas leise gemastert.
Sha-Karl fand sich häufig selber hinterm Pult ein und produzierte Wahnsinns-Tracks wi "Good vs.Evil" und den Partykracher "Nothin Like". Ebenso ließ er Kollegen wie Michael Mic, Swed, Jaime und MC-Partner Smoke an den Knöpfen schrauben.
Reimtechnisch holt er sich zwar auf fast jedem Track Kollegen hinzu, jedoch sollte man dies nicht als Mangel an Textideen oder Einfällen auffassen. Zwar enhält jeder Track Battle-Elemente, jedoch ist er auch thematisch so ausgelegt, dass wirklich jedes Feature hundertprozentig passt, als Beispiel sei hier "Dis Wars" mit Rhymin Simon genannt, da dieser ebenso mit dem Gedanken des Rücktritts spielt, wie Gerüchte verlauten lässt.
Warum jemand allerdings bei seiner "letzten" (?!?!) Platte, auf soviel Solo-Songs verzichtet, kann zum einen bedeuten, dass es eine große Abschiedssache mit allen Kumpanen wird ... oder dass es sich vielleicht doch nicht um "das letzte mal, dass (er) ... irgendwas zu tun hatte mit Rap" handelt ;). Und sollte es doch seine letzte Solo-Platte gewesen sein, dann ist sie immerhin 'ne sehr fette Abschiedsfeier gewesen, mit allen Kumpels!
FauABee
She-Raw – The Beauty & The Beats (2005/Main Theme)
Reisst die Cora E. Poster ab, schmeisst die Pyranjas wieder innen Teich und wer war gleich Fiva? She-Raw, Age 21, beweist dass es wirklich, aber wirklich enorm freshen Rap in Deutschland auch von "Females" geben kann. The Beauty & The Beats ist ein wirkliches Meisterwerk, es bietet musikalisch ein enorm breites Spektrum. Von stompenden Synthi-Beat bis zum präzisen und effektiven Sampling, findet wirklich jeder etwas für seinen Geschmack. Auf Tracks wie "24 Hours" zerschneidet die junge Dame den Beat wie Schlachter die Schweine. Anders als viele andere Berliner LPs ist She-Raws Präsenz allein schon so gut, das sie locker auf Features verzichten könnte. Mit Serk, Akte, Robud Styles uvm. holt sie sich jedoch genau die richtigen Leute dazu um dem Album noch das I-Tüpfelchen zu geben. Main Theme wird in Zukunft wohl noch für Aufruhr sorgen, behaltet ein Auge und vorallem beide Ohren drauf!
FauAhBee
Silkk The Shocker - Based On A True Story (2004 Koch)
Unkraut vergeht nicht.So scheint es auch mit den Soulja's von No Limit Records zu sein.
Nachdem ein mittlere Skandal Master P dazu zwang das Label aufzugeben, kehrte er vor mehr als 3 Jahren mit seinen "New No Limit Soldiers" zurück. Sein kleiner Bruder Silk the Shocker hat nun die zweifelhafte Ehre auf dem Label zu debütieren.
Das erste Album ist es natürlich nicht von Silk, schon 1996 war er schließlich ein "Made Man", sein bestes ist es aber auch nicht.
Mehr als 50 Alben releaste No Limit Records zwischen 1995 und 2000, immer mehr oder weniger mit dopen Beats gespickt, Silk schaffte es jedoch scheinbar sich immer die besseren zu picken. Während es sich dabei meist um Westcoast-influenced Sachen vom Beats by the Pound Team handelten, hielt der Crunk Sound nun auch hier Einzug.
Schlecht machen XL und co ihre Sache nicht, nur manchmal leider etwas eintönig.Im Gegensatz zu seinem Bruder P geht Silk auch mehr in Richtung Underground Head, der Sound bounct manchmal zwar heftig ist aber bis auf die bangende Lead-Single "We like them Girls" mit Petey Pablo kaum clubtauglich.
Rhymetechnisch hat sich Silk scheinbar zurückentwickeln, es bleibt über die Länge von 16 Tracks bei ziemlich simplen Lines ohne jeglichen Punch und leider wird er sogar manchmal von seinen Feature-Partnern übertroffen, zu gute halten kann man ihm das sein Geschrei was zwischendurch immer mal kam, sehr einschränkt, nur fehlt dadurch auch ein Charisma-Punkt.
Na ja, so dolle Mühe gibt sich der Junge nicht, und das obwohl er sich vier Jahre Zeit nahm ... aber er sagt ja "That's just me"
FauAhBee
Sonny Black & Saad – Carlo Cokxxx Nutten 2 (ersguterjunge 2005)
Bushido präsentiert sein zweites Collabo, diesmal mit Saad, auf eigenem Label. Und wieder wären wir beim Streitfall: Neue deutsche Härte -- Ja oder Nein? Das Album ist vollständig von den beiden Jungs produziert und es geht Beatmäßig sehr düster und simpel zur Sache. Die Beats sind keinesfalls schlecht nur halt nicht besonders einfallsreich und innovativ, auf die Dauer halt auch Langweilig, weil sich vieles ähnelt.
Zum Rap kann man sagen das es 2 talentierte Rapper sind, die sicherlich einiges auf dem Kasten haben aber inhaltlich ist es sehr fraglich was rübergebracht wird. Es wird über Drogen Gewalt und Ghettos gerappt, es ist quasi deutscher Gangster Rap der fiesesten Gangart dementsprechend auch in derbem Slang, der in die unterste Schublade gehört, als kleines Beispiel wird jedes Lied mindestens einmal meine Mutter gefickt und ehrlich gesagt kann man mehr erwarten von einem Menschen, der Fachabi besitzt. Sicher steckt viel Frust in den beiden Rappern und der wird rübergebracht, ohne Zweifel.
Als Beweis das sie auch anders können steht der Track „Es tut mir Leid“ in einem krassen Gegensatz mit schön orchestralem Beat und einem Text der irgendwie unter die Haut geht, bei dem sich bei den Eltern und dem Umfeld entschuldigt wird.
So ist das Album mit Sicherheit Magnet für viele Jugendliche, da harter Rap nun mal ankommt. Die Fanbase wird auf keinen Fall enttäuscht. Bushido ist immer noch derselbe, mir persönlich gefällt es nicht, dennoch harter Tobak für die Anhänger der härteren Gangart.
pimpel
Sork Star – Falsche Ansichten?
Ebenfalls lokal verwurzelt, aber deutlich professioneller ist die "Falsche Ansichten?"-EP von Sork Star (Last Survivor Records). Eigentlich ist es ja auch eine CD, obwohl das schon so gut ist, dass es auch einer Vinylplatte würdig wäre. Die CD ist unter anderem in der Beat Boutique erhältlich und kostet sehr faire 5 Euro. Aber nun los ...
Sork Star weist mehr auf einmal darauf hin, "anders" zu sein. Ganz unrecht hat er nicht, gemessen am deutschen HipHop erzählt er schon andere Inhalte: deutlich ernster, nicht auf Battle-Texte fixiert. Es geht um gesellschaftliche und politische Themen, einfach hingeschrieben hat er diese Texte wohl nicht. Bei "Kein Feature" beweist Sork Star, dass er sich in einem Battle durchaus bewähren könnte, aber nötig hat er das nicht. Das ganze wird getragen durch schön basslastige Instrumentals, Kopfnicken garantiert! Ein, zwei Instrumentalpassagen stehen der CD gut und als feinen Abschluß zeigt Sork Star seine DJ-Skills. Damit das nicht zu düster wird, gibt es zwei sehr nette Skits zwischen den insgesamt sechs Titeln (plus Intro).
Sehr zu empfehlen!
Stylerkings Die Ära beginnt (2005 Offtakt Records)
"Wir hatten ja eigentlich nur 'ne EP geplant" heißt es bei den Stylerkings. Heraus kamen 20 Tracks und fast 77 Minuten Spielzeit -- das muss man alles erstmal hören :-). Patrick 23, Bauer und DJ Shema sind allesamt nicht unbekannt, aber in der Formation Stylerkings liegt nun das Debütalbum der Leipziger vor. Dabei vollbringen die MCs Patrick und Bauer krasse Battle-Sachen ("Spucken") mit Liebes- und Gefühlsgeschichten ("Falling In Love") zu verbinden. Auf den Mund gefallen sind sie nicht, geht es doch teilweise recht derbe zur Sache, aber nicht so direkt auf die "Berliner Art", sondern vielmehr mit einer kleinen Portion Humor. Leider fehlt noch eine Kleinigkeit, um den Hörer über die gesamte Spielzeit bei der Stange zu halten. Dafür ist das Album wohl zu einseitig, bzw. ein, zwei richtige Highlights fehlen. (Dafür gibt es keinen Ausreißer nach unten! Alles ist auf gutem Niveau.)
Das ganze kommt als gepresste CD über Offtakt Records und ist insgesamt qualitativ gut umgesetzt. Das gilt auch vorbehaltlos für die Porduktion. Die Beats kommen von Skala, Maulheld, EV Flash, Tesko, F-Zero, Negundo und Veit Kirsch. Trotz der großen Zahl verschiedener Produzenten, geht instrumental der Faden nicht verloren; das Niveau ist allen gleichermaßen gut. Persönlich gefällt mir "Spucken" von Maulheld am besten.
Swollen Members Heavy (Battle Axe Records 2003)
Die Swollen Members muten etwas martialisch an, jedenfalls stehen sie für äußerst gradlinigen HipHop ohne nennenswerte Schnörkel. Quasi die Gute alte Zeit, nur topp aktuell. Dazu gibt es ein irgendwie einfach wirkendes Coverart aus dem Hause Battle Axe Records. Es wirkt wohl so, weil man alles ohne Problem lesen kann, was ja beinahe selten ist, auch für Sehende. Noch mal (endlich) zur Musik. Absolut partytauglich! Dicke Beats, überwiegend im uptempo Bereich, von Rob The Viking, Nucleus, The Edgecrusher und als besonderer Tipp der Track Remember The Name von Evidence. Darüber dann saubere (Battle)Raps der Swollen Members. Ja ist denn schon Weihnachten?
Taichi – Schnell Imbizz (Krasscore 2005)
Tai-Chi ist zurück im Gebäude und Jungs wie ihn gab es bisher nur in Brooklyn oder Harlem. Eins muss man dem jungen Mann zu Gute lassen, von Release zu Release hat er sich immer unglaublich stark gesteigert, und das ist auch trotz des doch sehr herben Dipset-Einschlages nicht zu verleugnen. Wobei wir schon beim Thema wären, Dipset hier und da, gebitet dies und das ... alles zu vorschnell. Zwar orientiert sich Tai schon sehr an den derzeit sehr beliebten Harlem-Spittern, doch man erkennt zu 100 % einen roten Faden und eine eigene Linie auf dem Album. Besonders dick gibt sich diese auf den persönlichen Tracks zu erkennen (Weg vom Kind zum Mann als herrausragends Beispiel). Ein wenig abträglich dem ganzen sind manche Features ... im Gegensatz zu Tai, probiert Kid Kobra verzweifelt nach den Dips zu klingen, scheitert aber unglaublich ... bemerkswerte Collabo ist ausgerechnet die mit Sha-Karl, welcher sich seit kurzem ja offiziell im Zwist mit Tai-Chi befindet. Das Album lässt sich sehr gut durchhören und enthält sogar noch unglaubliche krasse Bonus-Tracks. Auch wenn er vielleicht noch keine Legende ist, Tai-Chi ist dabei sich seinen Weg nach oben zu ebnen!
FauAhBee
Taktloss & MC Basstard – Dogma: Gegen die Zeit (Fick die Biaaatch/2005)
Ok, dass die beiden nicht ganz normal sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. So ist es nicht verwunderlich, dass Takti & Bassti unter Zeitdruck, um genau zu sein zwei Stunden pro Lied, ein Album gebastelt haben. Damit ist natürlich alles von A wie Aufnehmen bis Z wie Zuschneiden gemeint. Hat etwas länger gedauert, landete es sofort im Papierkorb!
Was sofort ins Auge, oder besser gesagt ins Ohr fällt sind die sehr ordentlichen Beats, die allesamt gut über das Trommelfell aufgenommen werden und ohne nennenswerten Geschmacksverlust die entsprechenden Gehirnregionen erreichen. Die beiden MCs liefern eigentlich genau das, was man von ihnen gewohnt ist. Taktloss bleibt seiner avantgardistischen Raplinie treu und MC Basstard ist weiterhin der kleine, böse Mann. Nun gut, manchmal hat man den Eindruck, dass Tak 47 gefallen am Horrorstyle gefunden hat, so kommt es dem Hörer teilweise so vor, dass er sich an Basstard anpasst. Letztendlich ist Takto Loco aber der dominantere der beiden Rapper. Prinzipiell kann man sich das Album vom Anfang bis zum Ende geben, vorrausgesetzt man hat einen gewissen Fetisch für extravaganten U-Rap. Natürlich gibt es auch ein paar Tracks die herausstechen. Einer davon dürfte „Horrorclowns“ sein. Obwohl der Beat etwas gewöhnungsbedürftig ist, kommt er doch sehr pumpend herüber und baut eine sehr nette Freak-Atmosphere auf. „Untergrund“ präsentiert sich sehr funky und mit Basstards besten Part. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, „Die Schönste“ hat eine sehr einprägsame Hook und Vampierpimps sind echt mal eine nette Idee. Wenn ein Lied enttäuscht, dann ist es „Vorhang Auf Pt. 2“. Während der Beat weitestgehend der gleiche ist, rappen alle Protagonisten des ersten Teils, ausgenommen King Orgasmus, neuen Stuff, der leider weit vom Kultstatus des Originals entfernt ist.
Insgesamt ist „Dogma: Gegen die Zeit“ eine ordentliche Sache geworden. Fans von Takti und Basti werden auf ihre Kosten kommen. Der Sarkasums steht dem Album sehr gut. Einzig und allein bei den Texten muss man Abstriche machen, aber angesicht des Zeitlimits sind auch diese recht unterhaltsam geworden.
Firmament
Talib Kweli – Quality (Rawkus)
"Quality" - ich sag's gleich - verdient diesen Titel. Talib Kweli verzichtet diesmal auf die Hilfe von Hi-Tek; dafür bietet das Album einige andere Features. Vertreten sind respektierte HipHop-Acts, wie die Cocoa Brovaz oder Mos Def, sowie der Soul-New-Comer des letztes Jahres Bilal. Und nicht zu vergessen mein persönlicher Favorit DJ Quick. Die Beats habe durch den Einsatz echter Drums und überhaupt durch echte Instrumente einen sehr smoothen Charakter. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch Talibs typischen Reimstil. Für mich zählt er zu den besten MCs am Start, jedoch könnten man die Einheitlichkeit (oder Eintönigkeit) kritisieren. Das Album scheint eher zum Entspannen geeignet, obwohl "Put It In The Air" mit eben jenem DJ Quick oder auch "Good To You" durchaus tanzbar sind. Wie gewohnt sind die Lyrics intelligent und sozusagen mit einer Botschaft, obwohl uns "Nicht-Englisch-Muttersprachler" das eher weniger interessieren dürfte. Trotzdem: "Wll, one, I can talk about anything I want to, especially something as prevalent in my community as gunplay, ..." . Und das Album liefert sogar ein neues(?) Lebensmotto: "... if you are just chillin' all you really doing is waitin' for the DJ to let your body rock!" . Dem bleibt nichts hinzuzufügen.
(L.M. - 19.12.2002)
Tefla & Jaleel – Nichts ist Umsonst (Phlatline 2005)
So, da ist das dritte Album der wohl bekanntesten Ostdeutschen Rapper, nach "Interview" und "Direkt neben Dir" jetzt also der dritte Versuch, und wenn ich ehrlich bin, hat mir das letzte Album nicht sonderlich gefallen und "Rhytmus mafiosis" war mein musikalisches Highlight von den beiden. Aber jeder hat 'ne zweite (oder dritte?) Chance verdient. Und so kommt das Album auf 65 Minuten daher mit 15 Tracks und Feature von J-Luv und Bintia.
Und dann mal rein in den Player und das erste, was mir auffällt sind diese gespitchten Stimmensamples, na ja egal, der Beat geht ja und so oft kommen diese Pitchdinger auch nicht. Nach 'ner kleinen Einführung kommt man zum ersten Highlight "Ihr Junge" ist eine sehr schöne Sicht auf die Szene, halt ma 'ne andere Idee, HipHop mit 'ner Beziehung zu 'ner Frau zu beschreiben. Und sind wir gleich mal direkt: Der dritte Track ist fürn Arsch. Nach der ersten Hook will man Skippen und das tat ich auch. Dann geht's weiter mit chilligen Beats und ziemlich ehrlichem Rap: kein Bling, kein Ficken, nich' soviel Bounce ... irgendwie 'n guter Schritt von den beiden. So überzeugen die beiden irgendwie doch. So wird in den Tracks viel über die Vergangenheit geredet ("Kids"), über das Game an sich ("Ich Schein") und auch über die Welt ("Wundervolle Welt"). Und auch die Reime sind auf hohem Nivaeu, was ich bei den beiden eigentlich nicht anders erwartet hab.
Insgesamt kann man sagen, dass dieses Album definitiv eines der besseren Releases dieses Jahr ist. Highlight will ich garnich' nennen; ich sag lieber dieses Album ist empfehlenswert bis auf den dritten Track. Das einzige was mich auf die Dauer nervt sind in fast jedem Beat diese komischen Pitchsamples aus vergangenen Zeiten.
sepimpel
Terence Chill – Der Antiheld (Bunkerwelt Records 2005)
Wenn man den meisten Rappern glauben will, sind sie derbe Typen mit übernatürlichen Eigenschaften – Halbgötter und tight. Aber es gibt auch Andere, die bisher weniger vertretene, wenn auch nicht unbekannte Nischen nutzen. Terence Chill, der einigen vielleicht als Teil der Rapformation „OnAnOn“ bekannt sein dürfte, ist einer dieser Exoten. Wenn man es nicht ganz so eng sieht, könnte man seinen Stil als Grunge-Rap bezeichnen.
Er macht keinen Hehl daraus, dass es ihm auch mal (oder permanent?) scheiße geht und er mit üblichen Schikanen des Alltags Probleme hat. Im Allgemeinen bringt er diese „Ich-bin-so-down-Mentalität“ glaubwürdig rüber. Es wird keinen überraschen, aber da wo von „down“ die Rede ist, sind Drogen auch nicht weit. Eben diese machen einen nicht unbedeutenden Anteil des Albuminhaltes aus. Um Nägel mit Köpfen zu machen, läßt Terence diese Tracks auch so klingen, was sich durch einen gewissen kein-Bock-Rapstyle bemerkbar macht. Der weitere Inhalt dieser LP ist, wie der Albumtitel nicht vermuten läßt, Battlerap. Auf der anderen Seite verpackt er diesen so, dass er wiederum ins Konzept passt. Er behauptet weniger der Beste zu sein sondern zählt die Mankos seiner Gegner auf. Der begriff Gegner sollte hierbei als sehr „breit“ gestreut bezeichnet werden, da sich kein konkretes Feindbild manifestiert. Mit Hightechrapshit sollte man nicht rechnen, das Ganze bewegt sich auf einer rustikalen Ebene, was immerhin den Vorteil hat, dass die Inhalte verständlicher herüberkommen. Herr Chill ist übrigens auch für den Großteil der Beats verantwortlich. Man muß ihm zu gute schreiben, dass er damit eine unique Geräuschkulisse geschaffen hat. Die Instrumentale bauen meist eine gute und passende Atmosphäre auf. Mit Partybomben ist nicht zu rechnen. Die vorherrschende Stimmung ist als terence-chillig zu bezeichnen, was bedeuten soll, dass es ehr ruhig und leicht psychopatisch zugeht.
Terence Chill hat mit „Der Antiheld“ ein Album geschaffen, dessen Ideen nicht wirklich neu sind. Es kann sich dennoch von der grauen Masse des Raps abheben, was nicht zuletzt am hohen Wiedererkennungswert der Beats und seinem einprägsamen Stil liegt. Wer gegenüber der Vielseitigkeit der Rapwelt nicht abgeneigt ist, dürfte bei diesem Release gute Chancen haben einen Treffer zu landen. Alle anderen sollten das Snippet auf www.bunkerwelt.de anhören.
Firmament
Timbaland & Magoo Under Construction Part II (Black Ground)
Under Construction Part II ist eigentlich keine Baustelle, sondern eher die fertig ausgebaute Etage 2003 des HipHop-Hochhauses. Quatsch? Nein, ist so. Timbalands Sounds waren immer under construction, legendär Missy Elliotts erstes Album aus seiner Feder. Mit der Zeit hat Timbaland ein kleines Sound-Imperium errichtet: eigenes Label mit eigenen Stars, die zum Teil bekannter sind, als der Meister selbst. Dazu kommt mit Magoo ein MC mit zweifelhaftem Ruf. Magoo sagt man ja nach, er wäre kein so guter MC, wie auch immer Timbaland & Magoo sind wohl eher Studiokünstler, was diesen Ruf zum Teil erklären könnte. Verdient hat Magoo das nicht. Er passt einfach zu gut auf Timbalands Beatkonstrukte. Was sagt uns dieses Album nun? Erstmal das man ein tolles Coverartwork machen kann, beim Vinyl zum aufklappen; leider ohne Texte, aber darauf kommt es nicht an. Under Construction Part II ist der Stand der Dinge urbaner Musik in 2003. Ein kleines bisschen hallt noch der Indien-Hype (Stichwort Panjabi MC) nach, auch scheint es nicht ohne Dancehallprise zu gehen, in diesem Falle mit Beenie Man. Trotzdem kann man das Album am Stück durchhören und wundert sich dann, dass es schon vorbei ist, wie bei allen schönen Dingen des Lebens. Man wartet dann auf den nächsten Teil und sucht Ersatzdrogen.
Tone – Zukunftsmusik
"Es war nur 'ne Frage der Zeit bis ich 'nen Vertrag unterschreib'" Und das hat Tone aus Frankfurt am Main, nun im Jahre 2005 bei Beats around the Bush (einem Mannheimer Label) auch endlich getan. Einige kennen ihn vielleicht noch als eine Hälfte der wohl ersten Battle-Rap-Crew Deutschlands "Konkrett Finn", welche mit der 1996 erschienenen Vinyl-Single "Ich diss dich" einen bis heute anhaltenden Trend im deutschen Rap setzten. Die Jüngeren kennen Tone sicherlich von Featurings, wie z. B. bei Curse ("Cherubim", "Auf uns ist Verlass") oder Melbeatz ("2. Bildungsweg").
Fast 10 Jahre nach der Single kommt einer der wohl gefragtesten Battle-MCs und zudem besten Flow-Techniker endlich mit seinem Solo-Album "Zukunftsmusik". Der Name ist programmatisch, zeigt Tone doch wie man Battle-Text auch in einem unglaublich hochauflösenden, mitreissenden und beeindruckendend, sowie vorallem intelligentem Gewand verpacken kann. Die Beats tragen ihr übriges dazu bei, es werden eine Menge orientalischer Samples benutzt, die jedoch so clean klingen, als hätten sie die Produzenten selber eingespielt. Die erste Single "Reimroboter" featured neben zahlosen Methaphern über die technische Versierheit von Tones Flow auch ein, wie sollte es bei dem LP-Titel anders sein, Kraftwerk-Sample.
Tones Stimme mag vielleicht für viele gewöhnungs-bedürftig sein, jedoch ist es nicht zu leugnen das er wirklich alles rippt auf dieser Platte. Von vorne bis hinten gehört zieht zwar der Battle-Rap den roten Faden durch die Platte, jedoch klammern sich darin auch häufiger tiefer gehende Inhalte fest, als man beim ersten Hören vermeintlich glauben will.
Was lange währt wird endlich gut, und Tone hat es meines Erachtens geschafft eines der besten Deutschrap-Alben dieses Jahrzehnts zu droppen!
FauAhBee
Too Strong – Dreammachine (The A Label 2005)
Oha, wer hatte damit gerechnet?! Damals als für viele eine Welt zusammenbrach? ... Funky Chris, pure Doze und Der Lange sind wieder da. Nach ein bisschen mehr als 5 Jahren Abstinenz ist das neue Too Strong Album da und viele werden wie ich vor dem Plattenladen gezeltet haben ;)
Der erste Eindruck ... na ja bissl Cover (das nichmal hübsch), dann 'n protziger Untertitel ("true hiphop since 89"). Aber egal wir sind ja nich oberflächlich, also rein in den Player, und es gibt gleich mal eine gute Nachricht vorweg: TOO STRONG ist immernoch TOO STRONG. Der Style ist klar wieder zu erkennen auf den 20 Tracks und mehr als 70 Minuten des Albums.
So sind die Beats sphärisch und sehr gut produziert, wie es sich für eine HipHop-Crew mit derartiger Erfahrung auch gehört. Es wird sogar gecuttet und gescratcht, was heutzutage ja gerne mal vergessen wird. Es ist sogar ein Track mit Mirko Machine auf dem Album ("return of the real deal"). Leider sind die Beats keine Weltneuheit und auch nicht DIE Ausnahmen, trotzdem solide, gut nickbar und sehr passig zum Rap. Die beiden Rapper haben sich sicher weiterentwickelt rappen aber dennoch wie gewohnt gut.
Gerappt wird über die Szene an sich, es wird gebattled, ohne unter die Gürtellinie zu rutschen, und es wird viel aus der Vergangenheit textlich verarbeitet, so z. B. der Track "Schmerzen". Das Level wird durchgängig hoch gehalten und der Faden geht nicht verloren auch wenn sich die Tracks teilweise sehr unterscheiden. Die Skits sind gut und auch übergänge mit Filmzitaten sind sehr gut gelungen, so dass ein guter Gesamteindruck erscheint, noch dazu ist auf dem Album ein "Bboybattlebreakbeat".
Jetzt ein Fazit zu ziehen, ist nicht sehr einfach: sicher ist "Drammachine" ein gutes Album, und kaum ein Fan wird enttäuscht sein, dennoch wird das Album die HipHop-Szene trotz erhobenem Zeigefinger in den Tracks nicht verändern. Es ist einfach nicht Massentauglich, kaum Bouncer, keine Bitches, kein BlingBling, es ist halt einfach HipHop ohne Kompromisse ohne Schnörkel, wer das mag kauft das Album, wer nicht lässt es bleiben.
pimpel
Trick Daddy – Matrimony (Married to the Streets) (2005 Slip-N-Slide)
305! M-I-A! You scarred? Das fragte sich Trick Daddy Dollars schon 1996, auf seinem ersten nationwide veröffentlichten Track.
Eine Collabo mit Ex-2 Live Crew Chef Luther Campbell aka Luke.
Nun schon bei Solo-Album Nummer 5 angelangt, und mit seinem Slip-N-Slide Records den ehemaligen Mentor nicht nur finanziell sondern auch fame-technisch überholt, zeigt sich Trick Daddy immernoch verdammt hungrig und heiß. Er ist meiner Meinung nach die momentan unangefochtene Nummer 1 in Florida, das verdankt er nicht nur seinen immernoch unglaublich intensiv-pumpenden Synthi-Beats, sondern auch seiner unvergleichlichen rotzig-arroganten Stimme ... sowie mittlerweile auch der exquisiten Feature-Auswahl.
Das der junge Herr nicht nur gröhlen und rumbangen kann, zeigen Songs wie die erste Single "Sugar", eine Sequel zum
sehr erfolgreichen "Dro in the Wind".
In Europa noch sträflich missachtet, fährt er daheim riesige Erfolge ein, wäre zu wünschen das man ihm (ebenso wie Label-Lollegin Trina) endlich mehr Airplay gewährt ... dann bekommen die ganzen Beyoncé-Doubles im Club gehörige Probleme, beim Versuch auf entweder 72 bpm oder 148 bpm noch "heiss" auszusehen beim tanzen. Es wird Zeit, für das Angebot von Booty-Shaking in den Tanzschulen!
FauAhBee
Tru – The Truth (2005 New No Limit)
Schon einmal fast Pleite, aber doch nicht unterzukriegen kommt Master P 2005 mit seiner Crew Tru zurück. Was früher mal "nur" aus ihm und seinen Brüdern C-Murder und Silkk the Shokker bestand, scheint nun ein loser Verband sämtlicher auf New No Limit gesignter Acts zu sein ... wo in diesem Projekt nun der gravierende Unterschied zu den Goodfellas Alben steckt, weiß Percy Miller vielleicht nicht mal selber, aber Hauptsache der Dirty South Fan wird versorgt.
Eins muss man ihm lassen, er kommt immer wieder nach oben und findet Leute die ihn mit guten Beats versorgen, sowie halbwegs versierte MCs, die zwar niemals über den Status eines Feature-Partners herauswachsen werden, aber dennoch das Produkt gut genug unterstützen um Master Ps Wealth nicht zu gefährden.
Die vorliegende LP "The Truth" ist nich grade das schlechteste, aber auch nich mehr ... Silk hat mal wieder gute Parts, wie gesagt die Beats lassen sich gut anhören ... eine gelungende Abwechslung zum stetig wachsenden Crunk Hype!
FauAhBee
Turk - Penitentiary Chances (2004 Laboraory)
Hier mal wieder einer dieser Rapper, die das Etikett "Real" wirklich verdienen.
Tab Virgil aka (Young) Turk, Ex-Cash-Money-Hot-Boy, kommt direkt aus dem Knast ins Studio um seine "Penitentiary Chances" zu nutzen.Tut er das wirklich?
Es geht etwas lahm los mit einem von Kenoe (ja richtig, der Ex-Producer des ebenfalls inhaftierten No-Limit Soldiers C-Murder), er macht Promotion und will vielleicht den Flair alter Cash Money-Alben Intros erzeugen, ihm gelingt das nicht mal nur ansatzweise so gut wie Mannie Fresh & B.Atrice. Nachdem man sich hier schon ärgern will gehts aber gleich kräftig los, Turk ist "Raw & Off the Chain" und ripped den A.D. Beat mit einem Flavour der an die gute alte CMR Zeit erinnern lässt.
Der positive Eindruck steigert sich nun von Track zu Track bis man bei Track 8 auf einen Track stößt, der so ähnlich leider schon auf dem Vorgänger Album war. Der neue Beat ist ganz okay, aber reisst es für das Album auch nicht so raus.
Das Ende is wieder ein wenig runtergefahrener, smoothe Beats und ein leider deplatziertes Kenoe-Feature, seine Stimme ergänzt sich Null zu der von Turk, aber was solls.
Nach gerade mal 43 Minuten ist man am Ende dieser "Chance" angekommen und man kann sagen das Turk es ein bisschen besser schon hätte machen können. Jedoch merkt man auch das die Zeit von CMR wohl zu Ende geht, weil sie mit Turk wirklich einen guten Rapper haben gehen lassen. Lyrisch kein Mos Def, aber Stimme und Attitüde...alles schön :) Für Cash Money Fans ist die CD ein muss, ansonsten ganz okay für den Sommer.
FauAhBee